Nach vielen Jahren ist unsere Aquila Familie Anfang August auf den Mondsee zurückgekehrt und waren wir erstmals beim Segelclub Schwarzindien zu Gast. Auf Grund des Termins mitten im Sommer konnten einige Teams urlaubsbedingt leider nicht dabei sein. Man kann es bereits vorwegnehmen, alle, die nicht dabei sein konnten, haben ein wunderbares Wochenende bei einem sehr gastfreundlichen Segelclub versäumt. Bereits am Freitag Abend wurden die ersten Teams herzlich vom Organisator Klaus Berger empfangen. Der Club hatte extra am Clubgelände genug Platz für die Wohnmobile und Bootsanhänger freigeräumt und jeder wurde freundlich auf seinem Platz angewiesen. Danach bekamen wir von Klaus eine persönliche Einführung in das Clubhaus, es gibt kein Clubrestaurant, aber eine mit viel Liebe ausgestatte Clubkantine, wo sich jeder selbst bedienen konnte. So verbrachten wir gemeinsam einen sehr lauen und gemütlichen Abend auf der Clubterrasse und konnten uns ausgiebig mit Klaus austauschen und wechselweise kennenlernen.
Unsere Regatta selbst wurde in Kooperation mit der Wettfahrtleitung vom Union Yachtclub Mondsee ausgetragen und nach einer Begrüßung aller Aquila SeglerInnen durch Viktor Lassnig und Klaus Berger am Samstag vormittag am Clubgelände wurden wir in Schlepp genommen und zum gemeinsam Regattafeld mit den Sunbeam SeglerInnen, die beim Union Yachtclub Mondsee zu Gast waren, gebracht. Nach einiger Zeit entwickelte sich bei sehr heißem Sommerwetter ein thermischer, sehr böiger und drehender Ostwind auf der Mitte des Sees und die an diesem Tag federführende Wettfahrtleitung vom Union Yachtclub Mondsee startete die erste Wettfahrt. Bereits beim Start zeigte sich, dass die Nerven unserer Seglerinnen und Segler auf eine harte Probe gestellt werden würden, auf jeder Seite und Stelle des Sees konnte sich spontan ein böiger Windstrich zeigen, während woanders plötzlich gar kein Wind mehr zu spüren war. So wurde das Feld mehrmals durcheinander und teilweise weit auseinander gewürfelt. Trotzdem wurden zwei Wettfahrten zu Ende gefahren, wobei die erste Wettfahrt von Familie Kimmeswenger und die zweite Wettfahrt von Familie Kalhamer gewonnen wurde. Nach der zweiten Wettfahrt segelten alle Teams Richtung Club, großteils im Glauben, dass der erste Regattatag zu Ende wäre. Jedoch, weit gefehlt, die Gäste kennen eben den Mondsee nicht und am späten Nachmittag setzte der „Bergwind“ aus nordöstlicher Richtung direkt vor dem Union Yachtclub Mondsee ein. Bei wiederum drehendem, böigen, aber teilweise deutlich stärkerem Wind konnte noch eine dritte Wettfahrt gesegelt werden, die von Familie Otter gewonnen wurde, womit nach dem ersten Tag drei Teams nahezu gleichauf an der Spitze lagen. Danach ging es aber nun aber wirklich Richtung Club und wurden wir nach dem Anlegen mit einem Stegbier empfangen. Nach dem Versorgen der Boote lud der Club zu einem Pasta Buffet mit verschiedenen Pasta Sorten und mehreren ausgezeichneten, selbstgemachten Saucen. Bei einem neuerlich sehr lauen Abend ging der erste Tag wieder auf der Clubterrasse mit einigen Gläschen Wein zu Ende.
Auch am Sonntag setzte sich das heiße Sommerwetter fort. Bei spiegelglatter See wurden wir von Klaus und Viktor in Schlepp genommen und in den östlichsten Teil des Sees hinter dem liebevoll als „Gugelhupf“ bezeichnete Hügel gebracht. Klaus hatte uns bereits beim Hinausfahren mitgeteilt, dass diesmal Viktor und er die Wettfahrtleitung übernehmen würden und daher als Erste im Ostteil des Sees ankommen wollten. Hinter den „Gugelhupf“ traute man seinen Augen nicht. Herrlicher Wind mit konstanten drei bis vier Beaufort ermöglichten uns noch zwei weiteren, sehr schöne und spannende Wettfahrten. Im Gegensatz zum ersten Tag war der Wind in Richtung und Stärke nahezu konstant. Die vierte Wettfahrt konnten nach gutem Start Familie Otter neuerlich gewinnen. Die letzte Wettfahrt entwickelte sich sehr spannend mit einigen Führungswechseln, am Ende setzte sich Familie KImmeswenger deutlich durch. Dahinter duellierten sich Familien Otter und Kalhamer um die Innenposition bei der letzten Leetonne und segelten dabei weit nach links. Nachdem Christian und Monika Kimmswenger ungefährdet in Führung lagen, war das Ergebnis dieses Duells eigentlich nicht mehr relevant und zu guter Letzt wurden die beiden Teams von Wilhelm Klebel mit Vorschoter Peter Ruthner und Fritz Wallisch mit Vorschoter Edgar Bsirsky überholt. Insgesamt hätte aber auch jede andere Konstellation nach den Wettfahrtsiegern Christian und Monika Kimmeswenger nichts am Gesamtergebnis geändert. Familie Otter setzte sich denkbar knapp mit einem Punkt Vorsprung vor Familie Kimmeswenger durch, am 3. Platz knapp dahinter landeten Martin und Christine Kalhamer.
Herzlichen Dank an den Segelclub Schwarzindien und speziell an Victor und Klaus, die nahezu im Alleingang unser Wochenende organisiert und uns bestens betreut haben.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr an einem möglicherweise etwas anderen Termin als heuer.
Raoul

